Trau ich mich oder trau ich mich nicht?
März 17, 2015  |   Boudoir, Make Up, Shooting  |   0

Intro: Ein kleiner Erfahrungsbericht von meiner sehr lieben Kundin Mariko zu einem Boudoir-Shooting bei mir. Es ist lang geworden – lang und ehrlich!

VORHER:
Ich hatte schon lange die Idee, ein Boudoir-Shooting zu machen, aber weil ich weder den Mut, noch die passende Fotografin hatte (denn vor einem Mann würde ich nicht so posieren!), blieb es bei einer Idee.
Diese Idee wuchs zu einem Wunsch und schließlich zu einem Vorhaben heran, weil ich nach der Geburt meines Sohnes und der längeren Stillzeit ein verändertes Körpergefühl hatte. Mein Körper hatte sich verändert, und ich musste mich damit auseinandersetzen. Ich fühlte mich nicht mehr so sportlich wie vorher und hatte einen sehr kritischen Blick auf mich.

Dann kam mir aber der Gedanke, dass ich mich einerseits für die letzte Zeit belohnen wollte, andererseits mir aber auch erhoffte, durch ein Boudoir-Shooting einen neuen, etwas distanzierteren Blick auf mich zu gewinnen, der mich wieder zu mir und meinem ursprünglichen Körpergefühl zurückbrächte (man sieht sich ja meist viel kritischer an als andere es tun).

Mit Nicole, wusste ich, würde ich die Hürden am ehesten überwinden. Also fragte ich sie zunächst etwas skeptisch, ob ich geeignet sei und was man bräuchte. Aber wie sie auch in ihrem Prospekt schreibt, sei jede Frau dafür geeignet, war ihre Antwort. Sie ermutigte mich, und so entstand ein reger Austausch über Kleidung, die man zum Shooting benötigt, welcher Zeitrahmen realistisch und welche Location geeignet sei und über das passende Make-Up. Danach gab es einen guten Grund, um mal wieder Unterwäsche shoppen zu gehen. Auch nicht das Schlechteste!

AM TAG SELBER:
Eigentlich war ich gar nicht so dolle aufgeregt, eher sehr neugierig. Ist meine mitgebrachte Unterwäsche geeignet? Wie sieht das Make-Up an mir aus? Werde ich mich fallen lassen und locker posieren können? Wird das gebuchte Zimmer so schön sein wie abgebildet?

…ich fühlte mich einfach nur verwöhnt.

Ich fuhr also zu Nicole und bekam erst einmal einen leckeren Tee. Dann schminkte sie mich, was ich wie „Wellness“ empfand, da ich mit geschlossenen Augen bei angenehmer Musik und netter Unterhaltung gepflegt wurde. Ich brauchte nichts zu tun, jemand kümmerte sich nur um mich, ich fühlte mich einfach nur verwöhnt. Das Ergebnis war toll, es unterstrich mein asiatisches Aussehen auf dezente Weise.

Daraufhin machten wir uns auf den Weg zur Location, die wirklich perfekt ausgesucht war: Ein halbrundes Zimmer mit großen Fenstern, langen, weißen Vorhängen und einem großen Bett. Darauf wurde nun meine Unterwäsche gesichtet (man sah, dass Nicole sich damit vor ihrem inneren Auge Motive vorstellte).

Als erstes trug ich über der Unterwäsche eine transparente Bluse und sollte mich ans Fenster stellen, was bei mir zunächst ein seltsames Gefühl verursachte, da das Fenster zur Straße ging, auch wenn es etwas zurückgesetzt war. Es sah mich (glaube ich) keiner, aber ich konnte alle Menschen draußen sehen. Umso lustiger war es, als Nicole sagte: „Lass mal die Bluse ein bisschen über die Schulter fallen!“ und just in diesem Moment draußen eine Geräuschkulisse zu vernehmen war, die nach einem Unfall klang. Was haben wir gelacht!

Nicole zeigte mir zwischendurch selber, wie sie sich die Posen in etwa vorstellte, ließ mir aber trotzdem Spielraum, dennoch war dies eine gute Anleitung. Es trug zu meiner Auflockerung bei, denn zumindest anfangs fühlte es sich noch komisch an, sich sexy zu präsentieren.

…es war wie ein Treffen mit einer Freundin.

Mit der Zeit wurde es immer lockerer, wir hatten immer mehr Spaß, zumal mir Nicole Fotos zeigte, die mich zum Staunen brachten (so gut hatte ich es mir nicht vorgestellt). Außerdem ermunterte sie mich beim Posieren, wenn etwas gut aussah, sodass ich nach einer Weile auch immer mehr Mut fasste, mich sexy zu präsentieren, weil ich mich immer mehr auch so fühlte (wie ich finde, spiegeln das die Fotos auch wider). Zwar habe ich nicht den angekündigten Muskelkater bekommen ☺, aber manche Posen waren wirklich etwas anstrengend und ließen mich zweifeln, ob es auf dem Foto entspannt aussehen könnte – es kann! So verging die Zeit wie im Flug, und es war wie ein Treffen mit einer Freundin.

Ich würde dieses Shooting also jeder Frau empfehlen, die diesen Gedanken mit sich herumträgt, v.a. weil ich vorher auch gezweifelt habe und sehr unsicher war. Nur einen Nachteil hat das Ganze: Das Aussuchen der Bilder fiel mir seeeehr schwer (sodass ich mehr bestellt habe).

Danke, Nicole, nun fühle ich mich wieder wie ich!

Boudoir-Mariko - Nicole Wahl Fotografie_0004

Boudoir-Mariko - Nicole Wahl Fotografie_0001

Boudoir-Mariko - Nicole Wahl Fotografie_0002

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